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Stimmen zu CHINA-EIN LÄNDERPORTRÄT (CHINA MITTENDRIN): 


 

„Marcus Hernig war schon als Kind in Dortmund von China fasziniert. 
Folgerichtig wurde er Sinologe, ging zum Studium nach Nanjing und 
übersiedelte anschließend nach Schanghai, wo er seit mittlerweile zehn Jahren lebt. Nun legt er mit "China mittendrin" eine sehr angenehm zu lesende Einführung in "Geschichte, Kultur, Alltag" vor. 
In China lebt Marcus Hernig mittendrin, was aber China und Deutschland angeht, steht er dazwischen. Darum erzählt er tatsächlich aus der Mitte: mit nicht all zu viel Distanz, aber zugleich ohne den Überschwang des Frischverliebten. 
Dafür kennt er China einfach schon zu gut.” 



Iris Hanika in der „BERLINER ZEITUNG“ vom 7.8.2008





 

„Kein Reiseführer im klassischen Sinn ist "China mittendrin"; es geht nicht um Sehenswürdigkeiten, sondern um chinesische Merkwürdigkeiten, die kundig, aber nicht besserwisserisch erklärt werden. …Man erfährt einiges über Geschichte und Kultur, vor allem aber vieles höchst Nützliche über den Alltag. So schildert der Autor seine listigen Strategien, um sich bei Einladungen dem geforderten reichlichen Alkoholkonsum zu entziehen - etwa sich begeistert dem Essen zuwenden und öfter "Saugut" sagen ("hao")... Hernig idealisiert die Chinesen nicht, er erklärt sie. Etwa die chinesische Behindertenphobie, die auch, aber nicht nur mit der Ein-Kind-Politik zu tun hat. Schön auch, dass der Autor nicht an Selbstironie spart und nicht an der Schilderung höchst komischer Missverständnisse.



CHRISMON ONLINE 2/2008





 

„Marcus Hernig weiß, wovon er berichtet. Er kennt Land und Leute, lebt seit 1998 in Shanghai, hat eine Professur an der Zhejiang-Universität Hangszhou inne und berät deutsche Unternehmen, die auf den chinesischen Markt drängen. Er weiß um 
die Ängste nicht nur deutscher Arbeitnehmer um ihre Arbeitsplätze, die scheinbar von billiger produzierenden chinesischen Firmen zerstört werden. Hernig räumt mit Vorurteilen auf: Chinesen sind Allesfresser und spucken wie Lamas. Und mit 
Stereotypen: Chinesen lächeln immer und tragen billigen blauen Baumwolldrillich. 
Der Autor weiß und beklagt, dass es trotz stetigen Zuwachses von Ausländern in China – allein in »seiner« Stadt und der Yangtse-Region leben heute 10 000 Deutsche – kein wirkliches Miteinander gibt, die Kontakte zwischen laowai und baixing, Fremden und Einheimischen, in der Regel auf das Geschäft beschränkt bleiben, Freundschaften eher selten sind…. Der Autor setzt sich auch mit »sehr oberflächlichen Meinungen« im Westen zur Situation in Xinjang und Tibet auseinander. Hier finden sich Antworten auf viele Fragen – so man Fragen zu stellen bereit ist, statt vorgesetzte Meinungen wiederzukäuen. Ein kluger, informativer, unterhaltsamer Band, der auch die Bedeutung der Farbe Gelb und die 100 Familiennamen erklärt. 
Gewährt werden Blicke in die Zukunft. Wenn die Olympischen Spiele vorbei sind, rückt schon das nächste internationale Highlight heran: die Weltausstellung 2010 in Shanghai." 



Karlen Vesper im „NEUEN DEUTSCHLAND“ vom 14.8.2008





 

„Über die Verstöße gegen die Menschenrechte im Olympialand China ist die Öffentlichkeit bei uns informiert. Die Unterdrückung von Andersdenkenden, von Minderheiten im Reich der Mitte, der sorglose Umgang der chinesischen Politik mit der Umwelt, die Verschmutzung von Luft und Wasser, werden breit diskutiert. Weniger hingegen wissen wir über den Alltag der Chinesen, wie sie wohnen, wie sie über Politik denken….Hernig, ein Dortmunder, der seit 1992 in China lebt und sein Buch "China mittendrin" (Verlag Christoph Links) vorstellte, wusste die Zuhörer mit vielen Details zu überraschen. So erzählte er von dem enormen Leistungsdruck, dem schon Kinder ab dem dritten Schuljahr ausgesetzt sind." 



Angelika Wölk in der "WESTDEUTSCHEN ALLGEMEINEN ZEITUNG" vom 8.8.2008




 


„Viel […]erfährt man aus dem Band von Marcus Hernig "China mittendrin", der in acht Themenblöcken über Geschichte, Kultur und Alltag informiert. […]Hernig schreibt über sein China, in dem er seit mehr als zehn Jahren lebt und über seine Erfahrungen. Doch er tut das wohltuend unaufgeregt, und es gelingt ihm, auch ein Bild von China zu zeichnen. Hier lernt man etwas über die nur 100 chinesische Familiennamen und die zahlreichen oft bizarren Vornamen, die auf historische Daten oder wirtschaftlichen Erfolg verweisen, über den Wert der Bildung, über den Ehrgeiz der Eltern, dass das einzige Kind - in China herrscht offiziell immer noch die Ein-Kind-Politik - ein Höchstmaß an Bildung mitbekommen soll. Man hört vom Alltag der Schulkinder, vom Verhältnis zwischen Freunden - und warum viele Chinesen die Aufregung in Europa und den USA über Copyright-Verletzungen nicht verstehen...“



Günter Wessel im MAGAZIN "ANDRUCK"    des Deutschlandfunks vom 28.7.2008